
15. Woche Little Grand Canyon – The Swell (Buckhorn) – Arches & Canyonland Nationalpark – Shiprock – Petrified Forest Nationalpark – Tempe
Strecke: 1'640 Km - Stimmung: Bis zum Shitrock super - Highlight: Offroaden in Utah
Wir haben die Nacht im Little Grand Canyon genossen und entschliessen uns noch eine weitere Nacht zu bleiben. Allerdings müssen wir unseren Schlafplatz etwas ins Hinterland verschieben da man so nahe am Rim nicht Campen darf. Wir haben uns eigentlich an die aufgelisteten Regeln gehalten – nicht hinter den Steinen und bereits in bestehenden Campingbuchten campen. Damit künftig niemand mehr unseren Traumplatz benutzt, wird den ganzen Sonntag gebaggert. Nach dieser Aktion sollte wohl jedem klar sein, dass er da nicht campen darf 😊. Ein heimischer Camper gibt uns noch einige Tipps mit wo wir noch hinfahren sollen. Die Steine für die Absperrung hat der Ranger übrigens vor seinem Camper geholt. Er war etwas weniger amused darüber.


Buckhorn Road
Nicht weit entfernt vom Little Grand Canyon befindet sich die Buckhorn Road. Eine schöne Naturstrasse die uns an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Wir sind die Einzigen und deshalb packen wir unsere Drohne aus.

Der erste Stopp ist ein Dinosaurier Fussabdruck. Ohne Hinweis hätten wir diesen nie gefunden.

Am Buckhorn Wash Pictograph Panel bestaunen wir 2'000 Jährige Zeichnungen von Natives. Schon erstaunlich, dass man diese nach so vielen Jahren noch sehen kann und die Naturfarben nicht verblasst sind. Das Problem sind allerdings wie immer die blöden Touristen. Leider zerstören diese die Zeichnungen immer wieder indem sie ihre Namen auch verewigen möchten. Wir geniessen die Fahrt in vollen Zügen und kommen nur sehr langsam voran.


Gemini Bridges
Unser nächste Schlafplatz befindet sich an einer Offroadstrecke die zu den Gemini Brücken führt. Da das Gelände sehr steil und steinig ist, lassen wir erst mal etwas Luft ab. Der Aufstieg ist nicht ganz einfach und Ramon steht oft ganz schräg. Simone steigt auch lieber aus und macht Videos und Fotos. Im Auto schwitzt sie fast mehr wie beim nebenher joggen bei 39° C Aussentemperatur. Joos bleibt da locker. Wird schon nicht schief gehen. Die Strecke zu fahren hat sich jedenfalls gelohnt. Die Aussicht während der Fahrt ist super. Ganz bis zu den Bridges schaffen wir es dann doch nicht – vielleicht wäre es schon gegangen, Simone war es aber nicht wohl dabei. Deshalb fahren wir zu unserem Stellplatz. Dieser ist zwar auch schön, kann aber mit dem Little Grand Canyon bei weitem nicht mithalten. Da sich der Platz direkt an einer Felswand befindet ist es auch sehr sehr heiss. Eine zweite Nacht bleiben wir bestimmt nicht.

Arches Nationalpark
Heute ist wieder Touri Programm angesagt. Leider wird auch der Arches Nationalpark von Touristen überrannt. Damit der Park nicht im Chaos versinkt, ist ein Besuch nur mit einer Reservation eines Zeitfensters möglich. Die Steinbrücken sind zwar eindrücklich, spätestens nach der zehnten Brücke haben wir es gesehen. Schlussendlich sind alle Brücken doch ähnlich.


Canyonland Nationalpark
Die Nacht verbringen wir wieder an einem super schönen Canyon, am Rande des Canyonlands Nationalparks.

Auch in diesem Nationalpark gibt es eine Steinbrücke – die Mesa Arch. Dieser Arch ist übrigens unser Favorite aller Arches die wir gesehen haben.

Das Highlight des Canyonland Nationalparks sind die vielen Offroadstrecken die man fahren kann. Für diese benötigt man allerdings eine Bewilligung und viel viel Zeit da diese über 100 km lang sind und man gezwungenerweise im Park übernachten muss. Auch für diese Übernachtungen benötigt man selbstverständlich eine Bewilligung die pro Nacht zirka 40$ kostet. Zeit hätten wir, trotzdem entscheiden wir uns für den Shafer Trail, der nur ein kurzes Stück durch den Nationalpark, über die Potash Road nach Moab führt. Diese Strecke ist nicht bewilligungspflichtig und trotzdem 30 Kilometer lang, nicht so anspruchsvoll, dass sogar Simone fahren kann und super schön. Sobald man aus dem Park raus ist, darf man auch die Drohne fliegen lassen. Diese Chance nutzen wir.


Shiprock
Es wird ein langer Tag werden. Joos hat in einem Visitor Center ein Bild von einem Berg gesehen, den er unbedingt sehen will. Der Schlafplatz den Simone auf halber Strecke gefunden hat passt nicht, da es aktuell viel zu heiss ist und es beim Schlafplatz keinen Schatten gibt. Also fahren wir weiter Richtung Berg, den Shiprock. Der Shiprock mag zwar super schön sein, er liegt aber in einem Gebiet das den Natives gehört und da der Berg für die Natives heilig ist, kommt man nicht an den Berg heran. Für uns heisst der Berg jetzt Shitrock. Wir haben unsere Lehren daraus gezogen. Besser informieren bevor man einfach hunderte Kilometer losfährt. Rund um den Shitrock gibt es nämlich auch nichts. Keine Übernachtungsplätze, keine Restaurants, nur einzelne Baracken der Natives und die Badlands (Wüste). Nach einigen weiteren Kilometern finden wir um zehn Uhr abends endlich einen Schlafplatz. Da wir Beide müde vom ganzen Tag sind war die Stimmung auch schon besser.

Petrified Forest Nationalpark
Wir entscheiden uns wieder Richtung Westen zu fahren. Mit der Zeit sieht auch alles wieder ähnlich aus. Wir sehnen uns nach Wasser, einem See, einem Meer, einem Fluss mit Wasser oder nach einem Pool. Deshalb fahren wir Richtung Phoenix zu unseren Bekannten. Da sollen auch bald unsere neuen Pneus eintreffen. Diese haben nach unseren Offroadtouren wieder gelitten und sind bald überfällig. Der Petrified Forest ist ein kleiner Nationalpark der in den Badlands liegt. Insbesondere die Farben der Sandsteine beeindrucken uns. Die Farben wechseln je nach Sonneneinfall. Wir haben Glück und ein Gewitter zieht auf. Das lässt die Farben nochmals anders aussehen. Neben den Badlands gibt es natürlich auch noch die versteinerten Bäume die zu sehen sind. Diese haben dem Park ja auch den Namen gegeben.





Im Park ist es verboten versteinerte Baumstücke mitzunehmen. Da war wohl jemand ganz mutig. ;-)
Route 66

An der Route 66 mussten wir selbstverständlich auch einen Stopp einlegen.

Da haben wir das Eine oder Andere Wohnmobil gesehen. Vielleicht sieht unser nächster VW ja so aus?

Flagstaff & Tempe
In der Wüste ist es sehr heiss und wir freuen uns auf eine kleine Abkühlung in Flagstaff. Da ist es deutlich kühler. Unser Schlafplatz liegt im Wald und man sieht über die Berge von Sedona. Vom Ausblick haben wir leider nicht so viel. Es wird schnell dunkel, somit hat sich der lange Anfahrtsweg für uns nicht gelohnt. Etwas weiter unten im Wald wäre es auch schön gewesen und der Weg bedeutend kürzer.

So schnell kann es gehen und wir sind bereits in Tempe AZ. Es ist wahnsinnig heiss hier und wir sind froh, dass wir in einem Haus mit Klimaanlage übernachten können. Im Auto wäre es aktuell einfach zu heiss. Wie es der Zufall so will kommen unsere Pneus fast zeitgleich mit uns an. Eigentlich haben wir diese erst am Dienstag erwartet.
Den Nachmittag verbringen wir im Restaurant und feiern den Geburtstag von Lexi. Am nächsten Morgen haben wir einen gewaltigen Kater. Wir sind uns Alkohol nicht mehr gewohnt 😊
