72. Woche Socma – Ollantaytambo – Moray – Salineras de Maras – Chinchero – Písac

72. Woche Socma – Ollantaytambo – Moray – Salineras de Maras – Chinchero – Písac

Freitag, September 20, 2024

Strecke: 290 Km - Stimmung: Steine sind super, Entspannung ist besser

Wir haben einen wunderschön gelegenen Camping in den Bergen im kleinen Dorf Socma gefunden. Es ist der perfekte Platz zum chillen. Parken können wir auf einer schönen Wiese mit bester Sicht in die Berge. Die Häuser im Hang sind aus Adobe gebaut und sehen von weitem wie die Terra Cotta Häuser in der Toscana aus.

Neben der Wiese gibt es ein Gemüsegarten bei dem wir uns bedienen können. Damit die Wiese schön kurz bleibt, haben sie zwei Lamas. Eines davon heisst Inti (Sonne) und ist erst 6 Monate alt und total verschmust.

Wir lieben diese zwei Lamas, die sind wirklich suuuper süss und mit ihrem dicken Fell total kuschelig.

Unsere Kleider haben die letzte Waschmaschine etwa vor vier Wochen gesehen. Deshalb sind wir super froh, dass es hier eine Waschmaschine, mit der wir unsere Bettwäsche endlich mal wieder waschen können, gibt. Wenn die Waschmaschine läuft, hat es keinen Strom für die restlichen Geräte der Familie deshalb lassen wir die Maschine nur einmal laufen und waschen den Rest von Hand. Die Wäsche wird meist von Hand meist sowieso sauberer.

Etwa 2 Stunden zu Fuss von unserem Camping entfernt, hat es eine Ausgrabungsstätte Raqaypata. Etwa auf halben Weg zur Ruine erreicht man den schönen Wasserfall Catarata Perolniyoc.

Auf dem Weg treffen wir noch Security Mitarbeitende die unbedingt mit uns ein Foto machen möchten. Aber gelacht wird dann auf dem Foto doch nicht 😊. Sind halt voll in ihrem Element.

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Zurück auf dem Camping kocht uns der Besitzer ein Lomo Saltado. Zum einen sind wir zu faul um zu kochen und zum anderen sind wir mit unseren Lebensmitteln total ausgeschossen.

Ollantaytambo ist das letzte Dorf vom Sacred Valley. In der Region Cusco gibt es überall Ruinen der Inkas. Wir sind immer davon ausgegangen, dass diese super alt sind. Dem ist aber nicht so. Im Vergleich zu den Nascas oder Mayas sind die Inkas mit ihren 600 Jahren richtig jung.

In Ollantaytambo leisten wir uns einen Guide der uns etwas mehr über die Inkas erzählt. So bekommen die vielen Steine endlich ein Gesicht. Für die Tempel wurden die Steine, die teils wirklich riesig sind, bis zu 40 Kilometer ohne Fahrzeuge (das Rad haben die Inkas nicht gekannt) mit Hilfe von rollenden Baumstämmen und gebauten Rampen auf den Berg transportiert.

Nur schon das ist eine gewaltige Leistung. Die Steine wurden so präzise genau präpariert, dass diese wie Legosteine Millimeter genau aufeinander passen und ineinander greifen.

Die Mauern kommen ganz ohne Mörtel aus und fallen auch bei Erdbeben nicht zusammen. Die Millimeter kleinen Ritzen werden mit Alpaca Fett verschlossen. Jeder Tempel ist zur Sonne ausgerichtet. Damit die Sonne bei Sonnenaufgang am 21. Juni direkt zur Tür des Tempels hereinscheint wurde ein Stück des gegenüberliegenden Berges abgetragen. Beim genaueren hinschauen sieht man, dass der Berg präpariert wurde. So ist beispielsweise genau gegenüber des Tempels ein Inka Kopf im Berg zu sehen.

Wie schon bei den Mayas ist auch bei den Inkas alles nach der Sonne und den Sternen ausgerichtet. Die Inkas waren ausgezeichnete Astronomen, Architekten und Landwirte.

Die runden Terrassen von Moray wurden zu Laborzwecken verwendet. So wurde auf diesen Terrassen die verschiedenen Maisarten geniessbar gezüchtet. In Südamerika sieht der Mais übrigens ganz anders aus als unserer. Die Körner sind etwas doppelt so gross und schmecken auch ganz anders. Ausserdem gibt es hier zirka 600 Maisarten. Bei den Kartoffeln ist es etwa dasselbe. Nur sind es hier über 3’000 verschiedene Arten die man hier noch kennt.

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Bei den Salineras de Maras können wir gratis vor dem Gebäude der Securitas übernachten. Sie versichern uns mehrmals, dass sie die ganze Nacht wach sind und auf uns aufpassen werden. Ist das nicht herzig? Viel anzuschauen gibt es bei diesen Salzpfannen allerdings nicht, da man diese nur vom Rande aus anschauen darf. Allerdings ist auch hier wieder spannend, dass diese seit den Inkas in Betrieb sind.

Mal wieder wollen ein paar Chicas unbedingt ein Foto mit uns schiessen. Europäer haben sie wohl noch nicht so oft gesehen.

Unser Ticket für das Sacred Valley ist zwei Tage gültig also schauen wir uns am zweiten Tag  Chinchero und Písac an. Chinchero finden wir nur mässig spannend deshalb sind wir ziemlich schnell wieder weg.

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Bei Písac treffen wir auf ganz viele Terrassen. Da wir uns zu wenig informiert haben, laufen wir ganz unvorbereitet in den Park hinein. Ein Rundgang soll mindestens drei Stunden dauern und der Aufstieg entlang der Terrassen ist ziemlich steil. Also laufen wir nur bis zum höchsten Punkt um die Aussicht zu geniessen und  lassen den Rest aus. Schlussendlich sind es auch nur Terrassen und Steine. Das Prinzip ist überall das Gleiche.

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