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Woche 78: Salta – Abra el Acay – Cachi – Cafayate
Strecke: 547 km - Stimmung: Offroaden und Partytime auf der Ruta 40
Die Strecke von Salta auf den Abra el Acay ist noch nicht so spektakulär. Den etwas schwierigeren Teil der berühmten Ruta 40 vom Norden von Argentinien bis zum Abra el Acay haben wir leider verpasst. Doch man kann ja nicht überall durchfahren, sonst schaffen wir es ja nie mehr nach Hause.
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Die Aussicht auf dem höchsten Pass von Argentinien ist dann aber schon sehr schön. Vor allem da immer mehr Wolken aufziehen.
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Der Weg Richtung Süden ist dafür umso spektakulärer. Das erklärt auch, weshalb uns auf dieser Seite nur Töffs entgegenkommen. Die Strasse ist, wenn sie überhaupt vorhanden ist, sehr schmal. Oftmals ist die Strasse aber komplett weggespült und man fährt einfach dem Bachbett entlang.
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Da wir nur sehr langsam voran kommen, überlegen wir uns kurz irgendwo auf dem Weg zu übernachten. Allerdings ziehen dicke Gewitterwolken auf und wir ziehen es vor zu flüchten. Wie gewaltig das Wasser sein kann, sieht man ja an den Strassen die es weggespült hat.
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Auf dem Bild sieht man es leider nicht gut, aber die Strasse ist weg und rechts geht es mindestens einen Meter runter. Das Seil zeigt wo man nicht durchfahren sollte.
Man glaubt es kaum aber in der Wüste ertrinken mehr Menschen wie sie verdursten.
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Etwas weiter unten im Tal finden wir dann doch einen sicheren Übernachtungsplatz ganz in der Nähe des Cueva del Diabolo. Leider kann man die Höhle nur mit Guide besuchen.
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Nördlich von Cafayate findet man in der Wüste die ersten Weinanbaugebiete. Für Total CHF 4.- degustieren wir je 6 Weine. Ein Schnäppchen wie wir bald merken werden. Weiter unten werden die Degustationen deutlich teurer. In Argentinien darf man aber mit Alkohol nicht mehr fahren - im realen Leben fahren aber alle mit sehr viel Alkohol intus. Deshalb suchen wir uns einen Schlafplatz ganz in der Nähe. Wir möchten ja nicht gegen das Gesetz verstossen.
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Unsere Aussicht von unserem Schlafplatz.
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Die Ruta 40 ist landschaftlich so unglaublich abwechslungsreich. Das gräuliche Tal ist die Quebrada de las Flechas.
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Als kleines Geburtstagsgeschenk wechselt Joos den Pneu von zwei holländischen Touristen. Wir sind so froh, dass uns auch schon geholfen wurde, dass wir bei Anderen nicht einfach weiterfahren können. 😊
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Bei Cafayate machen wir von der Ruta 40 einen kleinen Abstecher auf die Ruta 68 in die Quebrada de las Conchas. Hier sieht es wieder sehr ähnlich wie in Utah USA aus. Alle paar Meter sieht man andere Steinformationen. Da das Gebiet geschützt ist kann man leider mit dem Auto nicht reinfahren und zum wandern ist es uns bei knapp 40°C zu heiss. So spulen wir nur das Touri Programm ab und fahren mit dem Auto von einem Mirador zum nächsten.
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Diese Strasse könnte doch geradesogut in den USA sein, oder nicht?
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Und noch ein erstes Foto von Joos mit 49 😊.
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Die Nacht verbringen wir etwas ausserhalb des Nationalparks. Am Morgen sind wir dann umso mehr überrascht als plötzlich zwei Argentinier mit einem Hammer auf die Wand, wo wir geparkt haben, hämmern und ein Riesenstück der Wand direkt neben Ramón herunterdonnert. Simone kann gerade noch die Türe schliessen sodass der Staub sich nicht ganz überall verteilt. Das Material benötigen sie für die Keramikproduktion. Haha da sind wir wohl in einem Abbaugebiet gelandet. Die Argentinier sind aber wie immer ganz entspannt und machen einfach ihr Ding.
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In Argentinien ist es aktuell Frühling und viele der riesigen Kakteen blühen. Mega cool, das sieht man nicht alle Tage.
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Selbstverständlich holen wir den Geburtstag von Joos in Cafayate nach. Das verpasste Stück Fleisch schmeckt auch am nächsten Tag noch.
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