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Woche 86: Chaitén – Parque National Pumalin – Puerto Raúl Marín Balmaceda – Parque National Queulat
Strecke: 462 Km - Stimmung: Es ist wieder Wanderzeit
Nach einer zirka fünf stündiger Fahrt kommen wir um drei Uhr Morgens in Chaitén mit der Fähre an. Leider haben wir während der Überfahrt nicht viel gesehen. Unser Schlafplatz ist aber super ruhig und wir schlafen erstmals lange aus.
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Das Wetter ist so la la aber die Aussicht auf den Fjord trotzdem ein Traum. Am Nachmittag raffen wir uns auf in den nördlichen Teil des Parque Pumalin zu fahren und da den eher kurzen Alercen Wanderweg zu machen. Die Alercen in Chile sind teils über 4’000 Jahre alt. Deshalb streiten sich auch die USA und Chile wer die ältesten Bäume haben soll.
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Wie auch immer, wenn man sich vorstellt was diese Bäume schon erlebt haben müssen obwohl sie eigentlich nur rumstehen, ist das schon wahnsinnig. Die Bäume stehen übrigens im Regenwald – ja, wir haben das auch erst in Kanada gelernt. Es gibt einen tropischen und halt auch einen nordischen Regenwald. Das Hauptkriterium ist nur, dass es halt sehr feucht sein muss.
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Das ist übrigens ein Rabarber ähnliches Gewächs was von den Einheimischen auch gegessen wird. Sie werden so gross, dass man sie auch locker als Regenschirme benutzen kann.
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Da die Wanderung sehr kurz ist, laufen wir noch schnell zu den Wasserfällen. Die sind ganz hübsch. Vor allem der erste Wasserfall gefällt uns sehr. Unterdessen ist es auch ziemlich warm und kein Wind geht. Eigentlich würden wir gerne in den Wasserfall springen, aber der ist uns dann doch zu kalt.
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Auf dem Rückweg laufen wir noch kurz auf den Vulkan el Chaitén. Der soll Wanderweg soll gemäss Karte ziemlich kurz sein. Dafür geht es leider ziemlich steil Bergauf.
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Die Temperatur ist unterdessen auf 30 C gestiegen und Wind geht auch keiner. Oben angekommen sind wir ziemlich k.o. Aber immerhin lohnt sich der Ausblick. Haha, wir haben es auch mal wieder etwas übertrieben mit unseren Wanderungen.
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Im südlichen Teil vom Parque National Pumalin kann man gratis campen. In Chile in einem Nationalpark eine Seltenheit.
Da es gerade Bindfäden regnet, fahren wir weiter südlich und unser Auto wird mal wieder etwas gewaschen. In Puerto Raúl Marín Balmaceda soll man Delfine und Pinguine sehen. Naja, wir sehen gerade mal einen einsamen Pinguin im Meer am Schwimmen. Auf dem Weg zurück beim warten auf die Fähre sehen wir einen zweiten Pinguin im Fluss. Die Aussicht wäre wohl toll gewesen da aufgrund des Regens alles verhangen ist, sehen wir allerdings fast gar nichts von der schönen Landschaft.
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Die Wanderung zum Gletscher im Parque Queulat ist ziemlich nass und rutschig aber eigentlich ganz spassig. Allerdings werden wir weiter südlich noch eindrücklichere Gletscher sehen.
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Ein Highlight war dies sicher noch nicht. Dafür sehen wir an unserem Übernachtungsplatz endlich wieder Delfine 😊.
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Schweizer die wir treffen, erzählen uns von einer natürlichen Thermalquelle direkt am Fjord. Es ist gar nicht so einfach die zu finden. Doch ein Bad lohnt sich auf jeden Fall.
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Schade, dass die Delfine im Hintergrund nicht auch noch vorbeispringen. Das wäre zu schön gewesen. Nachdem wir etwa eine halbe Stunde gebadet haben, kommt die Flut und bringt das kalte Wasser in die Quelle. Zeit um weiterzuziehen.