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Woche 88: Parque Nacional Patagonia (Argentinien) – Parque Nacional Perito Moreno
Strecke: 891 Km - Stimmung: Entschleunigung in einem der schönsten, zum Glück noch unbekannten Park
Im Gegensatz zu den Bergen auf der Chilenischen Seite des Parque Patagonias ist der Park auf der Argentinischen Seite topfeben. Ausser Guanacos, Kühe, Pferde und Steppe sehen wir nichts.
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Da man im Nationalpark nicht einfach irgendwo übernachten darf, fahren wir zum offiziellen Camping im Park. Dieser ist sogar kostenfrei und eigentlich ganz schön. Vor allem die Parkranger sind mal wieder super nett.
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Ein Sturm wurde angekündet und wir stellen uns in den Windschatten unserer Deutschen Freunde. Am Morgen sehen wir, dass unsere Freunde um parkiert haben. Ziemlich schnell wird uns auch klar weshalb. In der Nacht hat es stark geregnet und wir stehen bis zu den Knöcheln im Wasser. Da es noch den ganzen Tag weiter regnen und winden soll, bleiben wir auf dem Camping und spielen mit den Anderen zusammen Brändi Dog.
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Am nächsten Tag wollen wir eigentlich weiterfahren. Da es aber so fest geregnet hat sind die Strassen um den Park herum noch gesperrt.
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Deshalb bleiben wir wohl oder übel nochmals einen Tag im Park. Zumindest scheint nun die Sonne und wir legen einen Handwaschtag ein.
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Endlich kann es weitergehen. Im Dorf Baja Carabefindet sich die einzige Tankstelle bei der wir unseren Tank vor dem Parque Nacional Perito Moreno nochmals füllen können. Die Preise für den Diesel sind mit $ 1.90 dann auch entsprechend hoch. Aber ja, besser wie auf dem Weg zum Park stehenbleiben. Eigentlich brauchen wir mal wieder frische Lebensmittel. Läden gibt es in dieser Region aber weit und breit keine.
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Der Parque Nacional Perito Moreno ist berühmt dafür, dass man kleine kuschlige Refugios kostenfrei mieten und von da aus Wanderungen machen kann. Ausserdem ist der Park nicht wie die anderen berühmteren Nationalparks total mit Besuchern überfüllt.
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Die 10 Refugios im Park sind leider alle ausgebucht. Wie in Chile ist auch in Argentinien in den Monaten Januar und Februar Hauptsaison. Wir dürfen mit dem Camper im Park campen. Ein Refugio mit Cheminée wäre sicher gemütlicher aber campen geht auch. Touristen hat es dafür wirklich fast keine.
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Wir machen eine 17 Km lange mehr oder weniger flache Wanderung um den See. Das spezielle am See ist, dass er verschieden blau leuchtet. Er wird von verschiedenen Gletscherflüssen mit Wasser gespeist - je nachdem wie viel Sedimente der jeweilige Fluss mitbringt, erscheint die Farbe des Sees mehr türkis oder halt eher trüb grün. Mega cool finden wir.
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Vom Cerro Leon aus sieht man über alle Seen im Park. Irgendwie vergleichbar mit der Aussicht vom Rigi oder Pilatus aus auf den Vierwaldstättersee.
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Auch in diesem Park soll es viele Pumas geben. Zu fressen hat er auf jeden Fall genug. Im Park leben ganz viele Guanacos. Skelette liegen auf jeden Fall überall herum. Wir sind wohl immer zur falschen Zeit am falschen Ort.
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